Hotel und Residence Crystal, Insel Elba. Portoferraio Strand Le Ghiaie   ITALIAN / ENGLISH / DEUTSCH
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Insel Elba
             Insel Elba


Napoleone Bonaparte -- Thermen -- Aquarium von Elba -- Mineralien Park -- Bootsausflüge

Die Insel Elba liegt im Tyrrhenischen Meer, etwa 20 km vom Festland entfernt. Die Insel ist die größte des toskanischen Archipels und die drittgrößte Italiens (223 qm). Elba ist zusammen mit den anderen Inseln des Archipels (Pianosa, Capraia, Montecristo, Giglio und Giannutri) Teil des Nationalparks Toskanisches Archipel. Die Insel ist in 8 Gemeinden aufgeteilt, die alle zur Provinz Livorno gehören: die wichtigste Gemeinde ist Portoferraio, bei den anderen handelt es sich um Campo nell'Elba, Capoliveri, Marciana, Marciana Marina, Porto Azzurro, Rio Marina und Rio nell'Elba mit insgesamt 30.000 Einwohnern, deren Anzahl aber im Sommer deutlich steigt.

NAPOLEON BONAPARTE
Die Insel Elba ist in Italien und auf der ganzen Welt für ihre Schönheit sowie für die unter der Erdoberfläche befindlichen Mineralien bekannt. Aber die Berühmtheit der Insel ist auch an eine Persönlichkeit gebunden: Napoleon Bonaparte. Elba war für Napoleon ein kurzes, unter vielen Aspekten vergoldetes Exil... Er hielt sich hier, von wo er sogar regierte, knapp ein Jahr, von 1814 bis 1815, lang auf, floh dann und ging so seinem Waterloo und dem viel schlimmeren Exil auf der inmitten des Atlantik gelegenen Insel Sant'Elena entgegen. Napoleon landete Anfang Mai 1814 auf Elba. Zuvor hatte er die verheerende Russlandkampagne und die Niederlage in Leipzig erlebt. Das Vermächtnis Napoleons an die Insel Elba besteht vor allem aus zwei Museen, die in seinen beiden Residenzen untergebracht sind: Villa dei Mulini (seine städtische, in der Altstadt von Portoferraio gelegene Villa) und Villa San Martino (die größere, inmitten der Natur, einige km vom Hauptort der Insel in Richtung Procchio - Marina di Campo gelegene). In der Hinterlassenschaft Napoleons an die Insel befinden sich auch zahlreiche Gemälde und Bücher.
Am 31. März 1814 stürmen die koalisierten Truppen Englands, Preußens, Russlands und Österreichs die Stadt Paris. Napoleon ist gezwungen, seine Abdankung zu unterzeichnen. Der Vertrag von Fontainbleau vom 11. April teilt ihm Elba als Fürstentum sowie eine jährliche Pension in Höhe von zwei Millionen Franken zu. Im Jahre 1814 ist General Dalesme Gouverneur der Insel und seine Garnison besteht aus weniger als 500 Soldaten - Das Bergwerk von Rio steht seit Monaten still, da es unmöglich ist, die Mineralien aus dem Ort zu transportieren. Die Rückkehr der wenigen Heimkehrer aus den napoleonischen Kriegen sowie die durch ein Klima der Verunsicherung entstandene Verwirrung unter den Soldaten der Garnisonen nach der Niederlage und der Abdankung Napoleons schüren Feindlichkeiten gegenüber den Franzosen. Napoleon, der am 3. Mai an Bord der unter dem Befehl von Kapitän Usher stehenden Fregatte "Undaunted" auf Elba auf Reede ankommt, ist nicht sicher, wie er empfangen werden wird. Er lässt seiner Landung einen Appell an die Bevölkerung und die Übersendung der von ihm selbst entworfenen, weißen Fahne mit rotem Streifen vorausgehen. Die Fahne lehnt sich an die großherzogliche Handelsflagge, der drei goldene Bienen zugefügt wurden. Auch die französische Kokarde wird durch einen andere in neuen Farben ersetzt. Die Bewohner Elbas empfangen Napoleon mit großer Begeisterung. Die Landung erfolgt auf der Mole gegenüber des Hafentores; Napoleon werden die Schlüssel der Stadt vom Bürgermeister Traditi, der ihn zusammen mit den anderen Würdenträgern zur Abtei begleitet, übergeben, wo der Generalvikar der Insel, Arrighi, das Te Deum zelebriert. Nach einigen Tagen in der unbequemen Unterkunft der Biscotteria, Sitz der Verwaltung, beschliesst Napoleon, einige zwischen den Festungen Stella und Falcone und dem heutigen Komplex der Villa dei Mulini gelegene Verwaltungsgebäude als Unterkunft zu renovieren. Der Kaiser verhält sich, als müsse er für immer auf Elba bleiben. Als ihm mitgeteilt wird, dass der am 1. November in Wien zusammengetretene Kongress beschlossen hat, ihn anderswohin zu verbannen, beschliesst er zu fliehen. Er vertraut und hofft auf die Hilfe der ihm fast gänzlich treu gebliebenen Armee nach seiner Ankunft in Frankreich. Unter höchsten Vorsichtsmaßnahmen wegen der ihn stets beobachtenden Spione beginnt Napoleon, seine Flucht vorzubereiten. Am 16. Februar 1815 schreibt er an General Drouot: "Geben Sie den Befehl, dass die Brigantine in das Hafenbecken einläuft und auf den Kiel gedreht und poliert wird. Alle undichten Stellen müssen verschlossen und die Kielholen erneuert werden. Tuen Sie alles sonst Erforderliche, damit das Schiff meerestauglich ist. Die Brigantine wird in den englischen Farben angestrichen. Machen Sie für all dies einen Kostenvoranschlag, den Sie mir morgen vorlegen. Die Brigantine wird aufgerüstet und mit Keksen, Reis, Hülsenfrüchten, Käse beladen. Eine Hälfte der Vorräte in Form von Schnaps und die andere Hälfte in Wein sowie Wasser für 120 Männer für drei Wochen gehört auch an Bord. Was das gepökelte Fleisch betrifft, werden wir die für 15 Tage benötigte Menge an Bord nehmen. Passen Sie auf, dass genug Holz da ist und dass sonst nichts fehlt. Ich möchte, dass die Brigantine vom 24. zum 25. dieses Monats in Reede liegt und so vorbereitet ist, wie ich angeordnet habe".
Napoleon verlässt somit heimlich am 26. Februar 1815 die Insel Elba, nachdem er einen Karnevalsball im Theater des Wachpersonals besucht hatte. Das auch heute noch existierende Theater hatte er selbst in der entweihten Kirche del Carmine eingerichtet. Da die Überwachung der Engländer auf Grund der Abwesenheit von Oberst Campbell – er war nach Livorno gefahren - gelockert ist, fährt die Brigantine Incostant unter dem Kommando von Kapitän Chautard und mit dem Kaiser an Bord auf das offene Meer hinaus. Das Schiff ist mit 18 Kanonen ausgerüstet. Normalerweise wären 64 Mann Besatzung an Bord gewesen, aber unter diesen Bedingungen sind es viel weniger. Zu der kleinen Flotte gehören auch zwei Schoner und eine französische Bombarde. 400 Grenadiere werden auf der "Incostant" eingeschifft, 200 auf die "Etoile", die Ritter auf die "Saint-Esprit". 40 Artilleristen und 300 korsische Jäger folgen auf anderen Schiffen. Einer der Schoner dient als Wachboot. Das Ziel bleibt aus Sicherheitsgründen noch geheim. Die Schiffe steuern unabhängig voneinander gen Westen zu, um nicht als Konvoi ausgemacht zu werden. Tatsächlich schöpft Campbell, der am Tag darauf den Hafen von Livorno an Bord seiner Fregatte in Richtung Elba verlässt, keinen Verdacht.

DIE THERMEN
Die in der Bucht von Portoferraio gelegenen Thermen von S. Giovanni erstrecken sich auf einem 5 Hektar großen Sumpfgebiet, aus dem ein äußerst therapeutischer Schlamm gewonnen wird, der diese moderne Thermalanlage zum größten thalassotherapeutischem Zentrum des westlichen Mittelmeeres macht.
Die Römer, die nach den Liguriern und den Etruskern die Insel Elba Jahrhunderte lang beherrschten, gehörten zu den ersten, die die wohltuenden, heilsamen Effekte der Thermalkuren erahnten. In der Antike war die Präsenz von öffentlichen Bädern, wo Männer und Frauen, zu unterschiedlichen Zeiten, Bäder und Saunen nutzen konnten, ein Zeichen der Romanisierung. Portoferraio, das römische Fabricia, gewann vor allem im augusteischen Zeitalter an Bedeutung, als die Mächtigen Roms hier ihre Villen errichteten, wo die kaiserliche Familie und der Hof Erholung suchten und wohin die dem Kaiser Unerwünschten verbannt wurden.
Noch heute sind die Überreste großer Villen auf der Landzunge der Grotten und auf der Linguella zu finden, der äußersten Spitze des Hafens der Medici, wo sich der achteckige Turm Martello erhebt, das antike Gefängnisbad. Etwa 1000 m von der Bucht entfernt, liegen vor einer von Reihern und Möwen bevölkerten blau schimmernden Lagune in dem 5 Hektar großen Thermalgebiet inmitten eines wunderschönen Eukalyptusparks die Thermen von S. Giovanni - eins der bedeutendsten thalassotherapeutschen Zentren des westlichen Mittelmeeres. Dem wertvollen Meeresschlamm von S. Giovanni – man kann hier Bäder im Meereswasser (Thalassotherapie) machen, die manchmal auch mit Fangobädern (Fangotherapie) kombinert werden – wird ein hohes wissenschaftliches Potenzial zugeschrieben, sodass diese Bäder mit denen von Cervia und Margherita di Savoia zu den bekanntesten Italiens gehören.
Der Thermen-Park übt eine ganz besondere Anziehungskraft auf die Besucher aus. Hier kann man therapeutische Behandlungen mit erholsamen Stunden kombinieren. Ein Stück unverfälschter Natur, wo Geräusche, Farben, Düfte und die Luft zu einem wahren Heilmittel für all die werden, die Geist, Gemüt und Körper stärken möchten. Auch zur Mittagszeit kann man mit etwas Geduld mit bloßem Auge Reiher und Kormorane auf der Meeresoberfläche landen sehen und die Sprünge der Graureiher auf Nahrungssuche in dieser an Plankton so reichen Lagune beobachten.

AQUARIUM VON ELBA
The Elba Aquarium was recently opened in the space that once housed the former Marina 2000 disco in Marina di Campo. Thanks to its size and especially because of the wide variety of species it is home to, today it most certainly can be considered one of the largest aquariums in the Mediterranean.
On a completely covered surface of approx. 1,000 m2 there are now 60 pools with more than 150,000 liters of water, which makes it the second largest aquarium in Italy after the Genoa Aquarium.
It is home to 150 different kinds of Mediterranean marine creatures, amongst them some especially rare breeds, not easily found in captivity.
The most amazing attraction to be seen at the Elba Aquarium are some lampuga, large deep-sea fish, which as far as we know cannot be seen in any other aquarium. There are an especially large number of crustaceans, of which approximately 30 different species are shown. Some of the mollusks are simply strange, such as the octopus or the newt.


MINERALIENPARK
Der Mineralienpark der Insel Elba dient der Sanierung und ökologischen Valorisierung der durch den Eisenerzabbau verkommenen Gebiete. Die Idee basiert auf dem Bedürfnis, der Umwelt und der Nutzung durch den Menschen ein großes Gebiet zurück zu geben, das sehr stark verändert wurde. Heute setzt man auf die neuen Konzepte des kulturellen und didaktischen Wertes, den die verlassenen Bergwerke den Besuchern zu bieten haben. Mit diesem Park nutzt man ein naturgetreues Modell von all dem, was die theoretischen spezialisierten Texte nicht immer klar und deutlich erklären können. Das Projekt umfasst die Gemeinden Capoliveri, Rio Marina und Rio nell’Elba und valorisiert durch die mineralogischen, archäologischen Museen sowie die Bergwerkskunst die verschiedenen kulturellen Aspekte. Außerdem besteht die Möglichkeit, in Begleitung von erfahrenen Führern des Mineralienparks die über Tage Bergwerke von Rio Marina und Rio Albano zu besichtigen und den unterirdischen Zauber des Tunnels del Ginevro von Capoliveri zu entdecken. Unsere Gäste können auch an didaktischen Aktivitäten teilnehmen, wie z.B. an der Suche und der Untersuchung von Mineralien im neuen Labor für Umwelterziehung, einem Open Air Amphitheater mit 700 Plätzen und einem malerischen Blick auf das Meer. Das historische Archiv der Bergwerke Elbas, das im Palazzo del Burò aufbewahrt wird, steht den Besuchern auch offen.
Das Museum erstreckt sich auf über 600 qm im Inneren des Palazzo del Burò in der Altstadt von Rio Marina. Hier befindet sich eine der bedeutendsten Sammlungen von Mineralien der Insel Elba mit zahlreichen Stücken von einzigartiger Schönheit. Im Inneren des Museums kann man außer den Mineralien auch verschiedene, naturgetreu von Experten für industrielle Archäologie aufgebaute Bergwerksteile bewundern, für deren Nachbau originelles, in den antiken Werkstätten gefundenes Material benutzt wurde (die Werkstatt des Eisenschmiedes, der Unterschlupf der Bergleute und ein kleiner Abschnitt eines Tunnels, alles in originalgetreuer Größe). Alte Werkzeuge und historische Fotos vervollständigen ein einzigartiges, eindrucksvolles Ambiente. Das Museum Alfeo Ricci in der Via Palestro in Capoliveri beherbergt Mineralien aus den verschiedensten Teilen Elbas, besonders aber aus dem Osten, wo sich die Eisenerzbergwerke befinden. Es bietet dem Besucher zahlreiche Exemplare von einzigartiger Schönheit, Seltenheit und wissenschaftlichem Wert und stellt die komplette Reihe der Mineralien Elbas vor. Alfeo Ricci, ein äußerst vielseitiger Mensch, widmete sich von den dreißziger bis hin in die sechziger Jahre der Sammlung und Katalogisierung von Mineralien aus den verschiedenen Teilen Elbas, insbesondere aus dem östlichen Bergwerksbereich; heute stellt seine Sammlung ein lebendiges Zeugnis des wissenschaftlichen Sammelns sowie des leidenschaftlichen Studiums eines besonders seltenen mineralogischen Vermögens dar.
Eine Art natürliche Fortsetzung des Museumsbesuches stellen von erfahrenen Umweltexperten begleitete Ausflüge unterschiedlicher Länge zu Fuß oder an Bord des malerischen kleines Zuges dar. Man durchquert so die wichtigsten Bergwerksanlagen von Rio Marina, Rio Albano und Capoliveri, von denen einige schon zu Zeiten der Etrusker und Römer ausgebeutet wurden - ein unvergesslicher Ausflug durch magische Farben, Mondlandschaften, Überreste von Bahngleisen und alte Verarbeitungsanlagen. Die Rundgänge in den antiken Bergwerken lassen den Gast die verschiedenen Aspekte der Welt des Eisens der Insel Elba sowie die enge Verbindung zwischen Mineralien und Menschen hautnah erleben. Während der Besichtigung erklären unsere erfahrenen Führer die verschiedenen mineralogischen Arten, die in den unterschiedlichen Zeiträumen genutzten Abbautechniken und stehen jederzeit gerne für sonstige Erklärungen zur Verfügung.


BOOTSAUSFLÜGE

GLASBODENSCHIFF NAUTILUS
Ausflüge an Bord der "Nautilus”, dem innovativen Transportmittel von Passagieren, dem größten seiner Art (24x8 m) im Mittelmeer mit Platz für etwa 200-240 Personen. An Bord können Sie die Küste der Insel Elba bestaunen und dank 80 qm großer Glasflächen auf dem Schiffsboden die Flora sowie die Meeresfauna der intakten Meerestiefen der Insel entdecken.

Abfahrt von Marciana Marina und Portoferraio:
Nach dem Ablegen in Marciana Marina geht es die Küste entlang bis Pomonte, wo das Wrack eines im Jahre 1972 gesunkenen Handelsschiffes bestaunt werden kann - Erklärungen erfolgen in italienischer Sprache. Bei Abfahrt von Portoferraio geht die Fahrt bis zum Golfo del Viticcio, entlang an der Landzunge Enfola, und mit Blick auf den Meeresgrund des herrlichen Marineparks "Secche di Capo Bianco". Die Nautilis verfügt über eine Bar sowie über die modernsten Navigationsinstrumente, um die Bootsausflüge erholsam und sicher zu gestalten. Den Passagieren stehen außerdem ein Panoramadeck, ein überdachtes Deck sowie der Raum mit Blick auf den Meeresgrund zur Verfügung.
Die "Nautilus" bietet jeglichen Komfort, Klima-und Stereoanlage, Bar, sowie die modernsten Navigationsinstrumente, um Ihren Bootsausflug erholsam und sicher zu gestalten.

SCHIFF BELUO
Ausflüge zu den Inseln Pianosa, Capraia, Giglio und Montecristo.

PIANOSA
Pianosa ist die fünftgrößte der sieben Inseln des Toskanischen Archipels. Sie liegt 13 km südwestlich (SW) der Insel Elba. Ihre Oberfläche beläuft sich auf 10,3 Quadratkilometer und umfasst einen Küstenstreifen von etwa 18 km Länge.
Heute ist Pianosa beinahe unbewohnt. Nur wenige Menschen leben noch ständig auf der Insel. (Einige Carabinieri, die Familie eines Wächters des ehemaligen Gefängnisses und zwei oder drei Freigänger). Die Insel verdankt ihren Namen ("Planasia" für die Antiken) der Tatsache, fast gänzlich eben zu sein und nur leichte Erhebungen aufzuweisen. Die höchste beträgt 29 m und die durchschnittliche Höhe über dem Meeresspiegel liegt bei 15-20 m.
Pianosa gehört zum Nationalpark des Toskanischen Archipels. Im Umkreis von einer Meile sind Fischerei und Navigation verboten. Der Zugang unterliegt einer besonderen Genehmigung der Parkverwaltung. Die Insel wird von der Gemeinde Campo nell'Elba - Provinz Livorno - verwaltet. Pianosa war früher Strafanstalt und Strafkolonie. Im Jahre 1858 wird "die landwirtschaftliche Strafkolonie von Pianosa" eingerichtet und es werden zu "Gefängnisstrafe, Zwangsarbeit und lebenslänglich" Verurteilte, auf die Insel geschickt, die alle für die Arbeiten auf den Feldern bestimmt waren. 1861, zum Zeitpunkt der Proklamation der italienischen Einheit, lag die Anzahl der Gefangenen bei 149.
Im darauffolgenden Jahr wurde der Bau eines Gebäudes für 350 Gefangene beendet, aber im Jahre 1872 zog man es vor, die Insel in verschiedene kleinere, sogenannte “Poderi”, landwirtschtliche Produktionszentren, zu unterteilen und somit die Gefangenen in kleine Gemeinschaften aufzuteilen. Gegen 1880 befanden sich gut 960 Gefangene im Gefängnis der Insel. Von 1884 wurden aus den Gefängnissen ganz Italiens die an Tuberkulose erkrankten Gefangenen nach Pianosa verlegt, die sich somit den schon auf der Insel lebenden anschlossen und bis 1965 blieben. Die Behandlung der Tuberkulosekranken erfolgte in drei Strukturen: Präventiv (heute Centrale), wo die angeblich Kranken ersten Untersuchungen unterworfen wurden; das Sanatorium (ex Podere del Cardon, heute Agrippa), ein gut ausgestattetes Krankenhaus zur Behandlung von Lungenkrankheiten; das Genesungsheim (Podere des Marchese), wo die geheilten Gefangenen eine Genesungszeit verbrachten.
Auch Sandro Pertini, der ehemalige Präsident Italiens, war im Jahre 1932 aus politischen Gründen verhaftet worden und somit "Gast" der Abteilung Sembolello. Zu dieser Zeit, dem Höhepunkt der Präsenz von Zivilen auf der Insel, lebten hier etwa 60 Familien.
In den 80ziger Jahren wird über die Schließung des Gefängnisses und die Rückgabe Pianosas an die zuständigen zivilen Behörden nachgedacht. In Folge der Krise nach den Attentaten auf die Richter Falcone und Borsellino entscheidet sich die Regierung aber für eine sofortige Wiedereröffnung des Hochsicherheitsgefängnisses auf der Insel und verbannt Gefangene für Mafiastraftaten hierher.
Diese neue Situation verwandelt Pianosa in eine für alle unzugängliche Festung, die Abteilung Agrippa wird vom Rest der Insel getrennt; Vollzugsbeamte, Carabinieri und Polizei überwachen Pianosa Tag und Nacht; es gelten sehr strenge Verbote, was das Überfliegen der Insel und die Schifffahrt in deren Gewässern betrifft. Der Notstand dauert bis Juli 1997, als der letzte Mafiaverbrecher die Insel verlässt und in ein anderes Gefängnis auf dem italienischen Festland gebracht wird. Und wieder beginnt man über die Schließung Pianosas zu diskutieren. Eine fast definitive Schließung erfolgt im August 1998, da auf der Insel nur wenige Ordnungskräfte geblieben sind, deren Aufgabenbereich die Aufsicht und die Überwachung der Struktur betraf. Der Aufenthalt auf Pianosa (ungefähr 6 Stunden) bietet die Möglichkeit für:
NATURWISSENSCHAFTLICHES TREKKING – BESICHTIGUNG DER INSEL MIT FAHRRAD UND/ODER KUTSCHE UND/ODER MINIBUS.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, die christlichen Katakomben, den römischen Thermenkomplex des Adeligen Marco Postumo Agrippa und die Fotoausstellung der ”Vereinigung zum Schutz von Pianosa” auf einem Rundweg zu besichtigen, der vom Steinzeitalter bis hin zu den Ansiedlungen der ersten Strafkolonie Italiens im 19. Jahrhundert reicht.


CAPRAIA
Die Insel Capraia hat eine bewegte und faszinierende Geschichte. Die Insel wurde zum ersten Mal gegen Ende des 3. Jahrtausends vor Christus bewohnt, danach erlebte sie die Ansiedelung von Phöniziern, Griechen, Etruskern und Römern. Sie war Sitz einer intensiven religiösen Realität: als sich das Christentum in Rom verbreitete, flohen nach dem Edikt von Mailand im Jahre 313 nach Christus einige Gruppen von Mönchen vor den imperialen Repressionen nach Capraia. Jahrhunderte lang war die Insel Ziel von Piratenüberfällen und wurde so zuerst vom Römischen Reich, danach von der Republik Pisa und später endgültig vom Banco di San Giorgio mit Befestigungsanlagen versehen. Noch heute sind diese Anlagen auf der Insel zu sehen (die gleichnamige Befestigungsanlage San Giorgio sowie zahlreiche Wehrtürme an der Küste). Hierbei handelt es sich um den faszinierendsten Teil der Geschichte Capraias: sarazenische Piraten, Kriege, Gebietsansprüche sahen Capraia, die strategisch günstig gelegene Insel, immer wieder in solche Ereignisse verwickelt. Nach fast 7 Jahrhunderten in einem Klima von Eroberungen und andauernden Kriegen geht Capraia an Korsika, dann an die Republik Genua, an die von Pisa, an Frankreich und schließlich sogar an England, bis sie der Wiener Kongress nach dem Niedergang Napoleons dem Reich Sardinien zuteilt.
In dieser Zeit wird die berühmte Tabakmanufaktur gegründet, an deren Stelle 70 Jahre später eine vom Italienischen Reich eingerichtete Strafkolonie tritt, die während des Faschismus auch als Ort für “Verbannungen” genutzt wurde. In den beiden Weltkriegen spielte Capraia nochmals eine abenteuerliche Rolle voller Geschichten und Anekdoten, aber leistete auch ihren Beitrag an Gefallenen und Patrioten. Das Gefängnis wurde im Jahre 1986 mit einem ministeriellen Erlass geschlossen. Seit 1989 ist die Insel Teil des Nationalparks des Toskanischen Archipels.


Die Insel Capraia liegt inmitten des Nationalparks des Toskanischen Archipels, einem Naturschutzgebiet, das etwa 18000 Hektar Land und 60000 Hektar Meeresoberfläche umfasst. Der Grund für die Gründung eines Nationalparks, der sowohl Landflächen als auch das Meer umfasst, ist leicht zu verstehen: die Reinheit der intakten Gewässer, die Verschiedenheit des Meeresbodens und der Küstenbereiche jeder Insel sowie die Präsenz zahlreicher seichter Stellen machen dieses Gebiet zu einem biologisch perfekten Ambiente für eine sesshafte und eine Migrations-Meeresfauna.
Außerdem besitzt Capraia den einzigen natürlichen Süßwassersee des gesamten Archipels und ist dank ihrer Lage in einem der bekanntesten “faunistischen Migrationskorridore” zwischen Afrika und Europa ein obligatorischer Rast-und Reproduktionsplatz für eine große Zahl verschiedenster Vogelarten. Capraia verfügt auch über eine beträchtliche Anzahl von planzlichen und tierischen Endemismen. Dank der Lage inmitten des sogenannten “Wallfahrtsort der Wale” ist es hier nicht schwer, auf Gruppen von Delfinen und Walen zu treffen. Die Insel stellt somit ein kleines Naturparadies unweit unserer Städte dar, eine unerwartete Oase wilder, faszinierender Natur, die unbedingt einen Besuch wert ist.

Der Aufenthalt auf Capraia (etwa 5 Stunden) bietet die Möglichkeit für:
NATURWISSENSCHAFTLICHE AUSFLÜGE – KAYAK – SCHNORCHELN

INSEL DEL GIGLIO
Isola del Giglio (GR) ist eine kleine Gemeinde mit etwas mehr als 1500 Einwohnern und liegt auf der gleichnamigen Insel des toskanischen Archipels (Tyrrhenisches Meer), etwa 16 km vom Monte Argentario entfernt. Die Verbindungen mit dem Festland werden von Fähren garantiert, die von Porto Santo Stefano ablegen und den Reedereien Maregiglio und Toremar gehören. Während der Sommermonate unterliegt der Zugang zur Insel mit Fahrzeugen der Zahlung einer kleinen, symbolischen Gebühr.
Giglio Porto liegt an der Ostküste der Insel und ist der Anlegeplatz für Boote und Fähren, die vom Festland der Toskana kommen.
Der aus Fischerhäusern bestehende Ort umschließt den Hafen und bietet eine schöne Uferpromenade und malerische Gassen, die zu der herrlichen Piazza della Dogana, dem “Wohnzimmer” der Insel, führen. Zu den geschichtlich interessanten Baudenkmälern gehören der aus dem Mittelalter stammende Turm des Sarazenen und die Kirche Madonna del Giglio.
Giglio Castello liegt höher im Inneren der Insel del Giglio. Der mittelalterliche Ort zeichnet sich durch die gewaltige Rocca Aldobrandesca, Teil des Burgkomplexes, sowie die typischen, gut erhaltenen Mauern und einige Wehrtürme aus.
Im mittelalterlichen Borgo befinden sich zwei Kirchen, von denen eine dem Heiligen Georg und die andere dem Heiligen Petrus gewidmet ist; letztere bewahrt in ihrem Inneren den "Schatz" von Papst Innozenz XIII sowie ein herrliches Kruzifix aus Elfenbein, ein Meisterwerk des Giambologna.
Giglio Campeseist ein moderner Ferienort an der Westküste der Insel an einem weitläufigen Strand in einer Bucht, deren südliche Spitze von einer Reihe malerischer Klippen begrenzt ist, während der nördliche Teil an dem aus dem 14. Jahrhundert stammenden Turm Torre del Campese endet.
Nahe des Wachturmes befindet sich ein touristischer Hafen für kleinere Boote.
Die Insel ist seit der Eisenzeit bewohnt. Später wurde sie zum Militärstützpunkt der Etrusker und auch unter der römischen Domination war sie eine relativ bedeutende Militärbasis im Tyrrhenischen Meer, die z.B. von Julius Caesar in De Bello Gallico und vom Dichter Claudio Rutilio Namaziano erwähnt wurde. Am Rande der Ansiedlung Giglio Porto befinden sich etwas unterhalb der Wasseroberfläche die Überreste der römischen Villa der Domizi Enobarbi: es handelt sich hierbei um ein weitläufiges Gebiet, das ein Becken für die Fischzucht im Meer, die Außenmauern und gedeckte Wandelgänge, Überreste von Opus sectile, Mosaiken, Fresken, eine sternförmige Terrasse, am Meer gelegene Gebäude mit Arkaden und eine lange hängende Terrasse umfassen; der gesamte Bereich trägt den Namen “Castellari von Giglio Porto”.
In den folgenden Epochen wurde die Insel von verschiedenen Adelsfamilien aus Mittelitalien regiert und ab 1264 von der Regierung der Stadt Pisa, die die Insel später an die Familie de Medici verlor. Im Mittelalter kam sie unter die Herrschaft der Familie Aldobrandeschi, dann unter die der Gemeinde Perugia. Von 1264 bis 1406 gehörte sie zu Pisa, später dann zu Florenz. Unweit der römischen Überreste erhebt sich ein mittelalterlicher Turm, der sogenannte 'Sarazenenturm'; an einem Ende des Strandes von Giglio Campese liegt der Wehrturm, Torre del Campese, der im Spätmittelalter zum Schutz gegen die Sarazenen errichtet wurde; heute ist er renoviert und ein privater Wohnsitz.
Im Jahre 1544 plünderte der unter dem Namen Barbarossa bekannte Pirat Khayr al-Din die Insel, tötete alle, die sich ihm in den Weg stellten, und verschleppte mehr als 700 Einwohner als Sklaven. Nach diesem blutigen Überfall siedelte die Familie der Medici auf der Insel Menschen aus der Gegend von Siena an. Die Angriffe der Sarazenen dauerten bis 1799. Im Herzen des Ortes Giglio Castello, in einer ganz besonderen Lage, befindet sich die vor kurzem restaurierte Rocca der Medici. In der Kirche San Pietro Apostolo in Giglio Castello steht ein Kruzifix aus Elfenbein, das Giambologna zugeschrieben wird.
Der Aufenthalt auf der Insel Giglio (etwa 4 Stunden) bietet die Möglichkeit zum: SCHNORCHELN

MONTECRISTO
Die Insel Montecristo liegt im Tyrrhenischen Meer und ist Teil des Toskanischen Archipels. Verwaltungsmäßig gehört sie zur Gemeinde Portoferraio und somit zur Provinz Livorno. Sie ist ein staatliches Naturschutzgebiet und Teil des Nationalparks des Toskanischen Archipels. Die Insel war stets unbewohnt, heute leben hier ständig nur zwei Leuchtturmwärter und einige Forstbeamte, die sich jede Woche abwechseln. Die Bedingungen, die eine Besiedlung verhindert haben, haben andererseits eine üppige Flora und Fauna begünstigt.


Auf Montecristo leben und gedeihen Tier-und Pflanzenarten, die einst im gesamten Mittelmeerraum vertreten waren und heute nur noch hier überleben, wie z.B. die Viper von Montecristo (eine besondere Schlangenart dieser Insel), der sardinische Discoglossum, ein heute nur auf dieser Insel und auf Sardinien lebendes amphibisches Lebewesen. Außerdem ist die Insel ein beliebter Rastplatz für Tausende von Zugvögeln. Auch das Meer ist reich an Lebewesen: Posidonia-Algenteppiche, Meeresanemonen, Gorgonien und Korallen, sogar Mondfische und Mönchsrobben wurden hier gesehen.
Montecristo ist die abgelegenste und wildeste aller toskanischen Inseln. Versuche zur Besiedelung gehen auf die Etrusker zurück und dauerten bis zu unseren Zeiten an, als man nach der italienischen Einheit versuchte, hier eine Strafkolonie anzusiedeln. Aber alle Versuche scheiterten auf Grund der Entfernung zum Festland, der Abgelegenheit, der Widrigkeit des Bodens sowie des schwierigen Zugangs.
Diese widrigen Bedingungen haben über Jahrhunderte hinweg unzählige mysteriöse Legenden entstehen lassen, die z.B. die Präsenz von Gespenstern auf der Insel hervorhoben, die das Überleben der Menschen unmöglich machten oder diesen Ort als Versteck für die Schätze der sarazenischen Piraten schilderten. Auf der Insel spielen einige wichtige Szenen des berühmten Romans (nach dem auch zahlreiche Filme gedreht wurden) “Der Graf von Montecristo” des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas. Die Hauptfigur findet hier den legendären Schatz.

CRYSTAL Hotel&Residence Le Spiagge Ghiaie 57037 PORTOFERRAIO Insel Elba (Italy) Tel. +390565.917971-915710 Fax +390565.916864 - EMAIL
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